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Metaphor Talk

Metaphern an den Grenzen der Sprache: Mystik und das Sagen des Unsagbaren


GB 5/150–152 “Ruhrpott”

Guest lecture by Sebastian Cöllen (Uppsala University)

Ist das Unsagbare überhaupt in Worte zu fassen? Wie lässt sich die Begegnung mit dem Absoluten jenseits der Sprache sprachlich vermitteln? In meiner Forschung untersuche ich, wie die Metaphorik der Mystikerin Mechthild von Magdeburg (ca. 1207–ca. 1282) als Werkzeug dient, um die unio mystica, die transzendente Erfahrung der Einheit mit Gott, auszudrücken und damit einen Weg eröffnet, das Unsagbare in sprachliche Gestalt zu überführen. In Mechthilds Werk Das fließende Licht der Gottheit nehmen Metaphern eine herausragende Stellung ein. Um ihre Funktion angemessen zu erfassen, muss man sie als Mittel eines mystischen Erfahrungsprozesses bestimmen. Nur so wird man der Intention eines Werkes gerecht, das nicht als private Aufzeichnungen, sondern als Material für die Meditation konzipiert ist. Damit steht ein vertieftes Verständnis eines sprachlich, theologisch und historisch bedeutsamen Werkes auf dem Spiel – ebenso wie ein besseres Verständnis der Funktion von Metaphern an den äußersten Grenzbereichen der Sprache.

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