Die Forschung des SFB 1475 ist in drei Sektionen gegliedert, die unterschiedliche Perspektiven auf religiöse Sinnbildung durch Metaphern bündeln. Sie dienen als zentrale Foren für den vergleichenden Austausch zwischen den Teilprojekten und verbinden Forschende, die unterschiedliche Quellen, Sprachen, Epochen und religiöse Traditionen in den Blick nehmen.
Sektion A: Das Physische
Die Projekte der Sektion A untersuchen, wie Religionen auf körperliche, räumliche und materielle Sachverhalte zurückgreifen, um religiöse Bedeutung zu erzeugen und zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen Metaphern, die auf Bewegung, Körperlichkeit, Raum, materiellen Objekten und performativen Praktiken beruhen. Die Sektion fragt danach, wie physische Erfahrungswelten religiöse Vorstellungen prägen und wie metaphorische Muster über Texte, Bilder, Objekte und Handlungen hinweg wirksam werden.
Sektion B: Der Geist
Die Sektion B widmet sich Metaphern des Selbst, der Person und des Geistes. Untersucht wird, wie religiöse Traditionen Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Erkennen konzeptualisieren und welche Rolle Metaphern dabei spielen. Besonderes Interesse gilt den Beziehungen zwischen Innen und Außen, Körper und Geist sowie unterschiedlichen Vorstellungen menschlicher Personalität. Die Projekte analysieren, wie religiöse Diskurse Identität, Bewusstsein und deren Transformation metaphorisch gestalten.
Sektion C: Das Soziale
Die Sektion C erforscht Metaphern in ihrem Bezug auf soziale Ordnungen. Dabei werden soziale Rollen, Institutionen und Beziehungen als Quellen religiöser Metaphorik ebenso untersucht wie Metaphern, mit denen soziale Wirklichkeiten beschrieben und interpretiert werden. Zugleich fragt die Sektion nach den sozialen Bedingungen und Funktionen metaphorischer Kommunikation, etwa im Hinblick auf Geschlecht, Status, Autorität oder Gemeinschaftsbildung.