Wunder im Verwaltungsrecht – Funktionen religiöser Metaphern in der Rechtsdogmatik
GB 5/150–152 „Ruhrpott“
Gastvortrag von Prof. Dr. Patrick Hilbert, Direktor des Instituts für Umwelt- und Planungsrecht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Münster
Wunder gibt es im Verwaltungsrecht immer wieder. Sie begegnen uns als religiöse Metaphern in dogmatischen Argumentationen. Wenn sich etwa der gebundene Anspruch auf Nutzung einer öffentlichen Einrichtung in einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Auswahlentscheidung wandelt, wird hierfür zwar keine klassische dogmatische Begründung gegeben, mit der Bezeichnung als „Wandlung“ aber eine Formulierung gebraucht, die nicht nur entfernt an die Transsubstantiation erinnert.
Anhand von Beispielen spürt Patrick Hilbert den religiösen Metaphern im Verwaltungsrecht nach und zeigt, welche Funktionen (religiöse) Metaphern in der juristischen Dogmatik erfüllen können.