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Metaphor Talk

Hände, die (nicht nur) die Welt bedeuten - (religiöse) Metaphern in der Deutschen Gebärdensprache


GB 5/150–152 „Ruhrpott“

Gastvortrag von Annika Herrmann (Universität Hamburg) und Laura Glas (Universität Hamburg)

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist die Erstsprache vieler Tauber Menschen in Deutschland. Sie verfügt über eine sprachwissenschaftlich belegte Grammatik mit den Lautsprachen äquivalenten Phänomenen auf allen Ebenen: von der Phonologie, über die Syntax bis hin zur Pragmatik. Besonders aufgrund des Diskurses über den Ikonizitätsgehalt der visuell-gestischen Sprache, ist die Betrachtung von Metaphern in der DGS von Interesse. Wir erforschen diese im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts auf Basis von Korpusdaten und experimentellen Studien. Zudem haben wir in weiteren Studien den Fokus auf religiöse Metaphern gelegt und zeigen in diesem Vortrag anhand verschiedener Beispiele, was genau Double Mapping hinsichtlich der Kombination von ikonischem und metaphorischem Mapping bedeutet, wie verschiedene Varianten einer Gebärde sowie die metaphorische Nutzung des konzeptuellen Raumes zur Realisierung religiöser Ausdrücke genutzt werden und wie die Vorstellung theologischer Konzepte die Ausführung der jeweiligen Gebärden beeinflusst.

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